Wenn der Kölner Dom
plötzlich in Düsseldorf steht.
- Viele Agentur-Seiten arbeiten mit KI-Bildern, erfundenen Teams und anonymen „Experten".
- KI-Bilder verraten sich oft: falsche Wahrzeichen, sechs Finger, unlesbare Schilder.
- Ein einfacher Test: Namen der genannten Personen bei Google oder LinkedIn suchen.
- Ich halte es hier ehrlich, auch wenn das heißt, dass ich noch nichts vorzuweisen habe.
Wer sich heute nach einer Webagentur umsieht, sieht schnell ein vertrautes Bild: eine moderne Seite, ein Team aus strahlenden Fachleuten, beeindruckende Referenzen und Zahlen, die Vertrauen wecken sollen. Wer genauer hinschaut, merkt: vieles davon ist nicht echt.
Was KI kann und was nicht
Künstliche Intelligenz hat die Bildproduktion stark verändert. Mit wenigen Klicks entstehen fotorealistische Bilder: Bürogebäude, Handwerker bei der Arbeit, lächelnde Teams. Die Qualität ist oft beeindruckend. Die Fehler allerdings auch.
KI-Bildgeneratoren arbeiten statistisch. Sie kombinieren, was sie aus Millionen Bildern gelernt haben. Das wirkt auf den ersten Blick überzeugend. Wer die Details kennt, sieht die Schwächen schnell.
Falsche Stadtbilder
- KI mischt Wahrzeichen verschiedener Städte. Der Kölner Dom taucht in einer Düsseldorfer Kulisse auf. Echtes Lokalkolorit gibt es nicht.
Sechs Finger an einer Hand
- Hände sind eine bekannte Schwäche. Überzählige Finger, verdrehte Gelenke und schräge Proportionen sind häufige Fehler.
Unlesbarer Text auf Schildern
- Beschriftungen auf Fahrzeugen, Werkzeug oder Firmenschildern bestehen aus zufälligen Buchstabenfolgen ohne Sinn.
Niemand, den es wirklich gibt
- Die „Teammitglieder" auf vielen Agentur-Seiten sind KI-Porträts ohne reale Person dahinter.
Daneben gibt es Anbieter, die schlicht mit Stockfotos arbeiten und diese als eigenes Team ausgeben. Dieselben Gesichter tauchen dann auf mehreren Seiten verschiedener Firmen auf.
Ein einfacher Test: die Namen der vorgestellten Personen bei Google oder LinkedIn suchen. Wenn niemand mit diesem Namen und dieser Berufsbezeichnung auffindbar ist, ist das ein deutliches Signal.
Warum das besonders Handwerker trifft
Handwerksbetriebe sind eine dankbare Zielgruppe für unseriöse Angebote. Die Inhaber sind Fachleute in ihrem Gewerk, nicht in digitalen Themen. Sie wissen oft nicht, wie sie eine Agentur beurteilen sollen, und haben wenig Zeit, sich durch Angebote zu wühlen.
Gleichzeitig ist der Bedarf real. Wer heute online nicht auftaucht, verliert Aufträge. Das macht anfällig für schnelle Versprechen. Das Ergebnis: Betriebe zahlen für Seiten, die schick aussehen, aber nicht gefunden werden. Für Pakete, bei denen niemand prüft, ob wirklich etwas passiert.
Woran man seriöse Anbieter erkennt
Checkliste
- Genannte Referenzkunden sind namentlich benannt, und die Seiten sind tatsächlich live
- Ansprechpartner haben nachprüfbare Profile, etwa auf LinkedIn oder in öffentlichen Verzeichnissen
- Leistungen werden konkret beschrieben, nicht nur als vage Versprechen
- Preise und Umfang werden transparent kommuniziert
- Es gibt ein echtes Gespräch, kein sofortiges Standardangebot
- Der Anbieter fragt nach dem Betrieb, bevor er Lösungen anbietet
Wie ich es halte
Ganz ehrlich: nach dieser Checkliste würde ich mit Klick Handwerk selbst noch durchfallen. Ich habe bisher keine Kundenprojekte, die ich vorzeigen könnte, weil das hier ein privater Test ist und kein Geschäft. Und genau deshalb behaupte ich auch keine.
Was du hier als Beispiele siehst, sind Musterseiten mit erfundenen Firmennamen, klar als solche gekennzeichnet. Wenn ich später einmal echte Projekte habe, zeige ich echte Projekte. Bis dahin sage ich lieber „noch nichts" als etwas Erfundenes.
Bilder, die ich zur Veranschaulichung einsetze, sind gestaltete Beispiele oder als KI- beziehungsweise Demo-Material erkennbar. Ich täusche keine Menschen und keine Kunden vor. Das ist mir wichtiger als ein schöner erster Eindruck.
- Allgemein bekannte Erkennungsmerkmale KI-generierter Bilder (Hände, Text, Wahrzeichen).
- Eigene Einschätzung aus der Sicht eines Handwerkers, der solche Angebote selbst bekommt.